DSGVO

DSGVO: nicht „Papierkram“ — sondern Risiko & Vertrauen.

Tracking, Cookies, Formulare, Tools: Viele Websites sind nicht sauber aufgestellt — und das kann teuer werden. Gleichzeitig wirkt eine klare, faire Lösung sofort professioneller.

kurz · verständlich · ohne Juristen-Sprache

Warum das zählt

Was passieren kann, wenn’s nicht passt

Neben Beschwerden und Anordnungen können auch Geldbußen drohen. Und: Schon eine „unsaubere“ Cookie- oder Tracking-Lösung kann Vertrauen kosten — selbst wenn sonst alles top ist.

Typische Auslöser

  • Cookie-Banner ist „optisch da“, aber technisch wirkungslos
  • Tracking läuft ohne gültige Einwilligung
  • Formulare ohne klare Info (Zweck / Speicherdauer / Empfänger)
  • US-Tools ohne saubere Konfiguration / Hinweise

Typische Folgen

  • Anpassungsauftrag / Fristen
  • Abmahn-/Beschwerde-Thema (je nach Kontext)
  • Reputations-Schaden („die nehmen’s nicht ernst“)
  • Im Worst Case: Geldbußen

Wichtig: Das hier ist keine Rechtsberatung — aber eine klare Orientierung, worauf du bei Websites praktisch achten solltest.

Praxis

Die 6 Bausteine einer sauberen Website

Wenn das stimmt, bist du in der Regel schon sehr gut aufgestellt — ohne Overkill.

Baustein 1

Cookie-Consent, der wirklich wirkt

Nicht-notwendige Cookies/Tags erst nach Einwilligung. Ablehnen muss so leicht sein wie Zustimmen.

Mini-Check
  • Vor Einwilligung: keine Analytics/Marketing-Tags
  • „Ablehnen“ gleich sichtbar wie „Akzeptieren“
  • Kategorien + echte technische Blockierung
Baustein 2

Datenschutzerklärung: konkret & aktuell

Welche Dienste, welche Daten, Zweck, Rechtsgrundlage, Speicherdauer, Empfänger/Übermittlung, Rechte.

Mini-Beispiel

Faustregel: „Kann jemand deine Tool-Liste 1:1 nachvollziehen?“

Wenn’s generisch klingt, fehlt meist: konkrete Dienste, Datenkategorien, Speicherdauer & Empfänger.

Baustein 3

Formulare & Kontakt: fair informieren

Kurzer Hinweis direkt am Formular (Zweck, Speicherung) + Link zur Datenschutzseite. Checkbox nur, wenn nötig.

Mini-Template

Hinweis: „Wir verwenden deine Angaben zur Bearbeitung deiner Anfrage. Mehr in der Datenschutzerklärung.“

Baustein 4

Dienste & Auftragsverarbeiter dokumentiert

Newsletter, CRM, Analytics, Hosting, Captcha, Maps: sauber konfigurieren, Verträge/AVV klären, korrekt beschreiben.

Mini-Liste
  • Tool-Inventar (was ist wo eingebaut?)
  • AVV/DPA vorhanden + Zuständigkeiten klar
  • In der Erklärung: Zweck, Daten, Empfänger
Baustein 5

Schriften/Medien: unnötige Drittanbieter vermeiden

Fonts lokal hosten, externe Einbindungen prüfen, Social-Embeds erst nach Einwilligung laden (oder per Klick).

Mini-Check
  • Google Fonts: lokal statt extern
  • YouTube/Maps/Social: „Click-to-load“
  • CDNs & Widgets: wirklich nötig?
Baustein 6

Sicherheit & Basics

HTTPS, Updates, minimale Datenerhebung, klare Rollen/Verantwortung. Datenschutz ist auch Technik.

Mini-Priorität
  • HTTPS überall + sichere Headers (wenn möglich)
  • WP/Plugins aktuell, Zugänge sauber
  • Nur Daten erheben, die du wirklich brauchst
Typisch

Die Klassiker, die fast überall auftauchen

Kurz, damit du’s sofort erkennst. Nicht weil es „klein“ ist — sondern weil es Risiko und Vertrauen beeinflusst.

„OK“ ohne echte Ablehnen-Option Tags feuern trotz „Ablehnen“ Datenschutzseite = Textbaustein Google Fonts extern geladen Maps/Embeds laden sofort Formular ohne klaren Hinweis Tools nicht dokumentiert
Check

Mini-Checklist zum Abhaken

Wenn du hier überall „ja“ sagen kannst, bist du sehr solide.

Wenn du willst, kann man daraus in 60–90 Minuten eine klare To-do-Liste bauen:
Fix jetzt / später / optional.

FAQ

Häufige Fragen (kurz beantwortet)

Ohne Juristen-Deutsch, aber praxisnah.

Brauche ich immer ein Cookie-Banner?
Wenn du nicht-notwendige Cookies/Tracker nutzt (Analytics, Marketing, externe Embeds etc.), brauchst du in der Praxis ein sauberes Consent-Setup. Nur technisch notwendige Cookies sind ein anderer Fall.
Reicht eine „Standard“-Datenschutzerklärung?
Meist nicht. Entscheidend ist, ob deine konkrete Tool-Landschaft korrekt abgebildet ist (inkl. Zweck, Rechtsgrundlage, Empfänger, Speicherdauer).
Was ist mit Google Analytics & Ads?
Das ist genau der Bereich, in dem Consent & Konfiguration sauber sein müssen (Einwilligung, Signale/Tags, Dokumentation, Transparenz). Wenn du unsicher bist: lieber „minimal & sauber“ statt „viel & riskant“.
Kann ich alles „rechtssicher“ garantieren?
Garantien sind unseriös. Was man machen kann: ein sauberes Setup nach Best Practices + klare Dokumentation + faire, transparente Nutzerführung.
Nächster Schritt

Willst dus einmal sauber lösen?

Ich sehe mir Cookie/Tracking, Datenschutzseite, Formulare und deine Tools an und gebe dir eine kompakte, priorisierte Liste, was wirklich wichtig ist.

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